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Telearbeit in der postindustriellen Gesellschaft Wüstenrot Stiftung (Hrsg.) Ifo Institut für Wirtschaftsforschung Kurt Vogler-Ludwig (Gesamtleitung)
Mit Beiträgen von: Karin Behring, Nicola Düll, Angela Franke, Herbert Hofmann, Klaus Kiemer, Wolfgang Meyerle, Jörg Schneider
ISBN 3-17-016087-7 © Kohlhammer Verlag Stuttgart 2000 DM 44,- |
Computer-Netzwerke verändern die Arbeitswelt mit großer Geschwindigkeit. Der Standort eines Unternehmens wird unbedeutend im Vergleich zum Zugriff auf Informationsnetzwerke und die Präsentation im Internet. Die Bedeutung städtischer Zentren als Informationsbörsen schwindet.
In einer umfangreichen Studie für die Stiftung Wüstenrot wurden die Auswirkungen der Vernetzung aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht:
- Die Auswirkungen auf die Gestaltung von Arbeitsplätzen
- Die Wirkungen auf das Verkehrsaufkommen und die Umwelt
- Die Konsequenzen für den Wohnungsbau
- Die Veränderung der räumlichen Verteilung wirtschaftlicher Aktivitäten
Die Studie kommt zu der Folgerung, dass die Bedingungen für einen "Take-Off" der Telearbeit gegeben sind. Sie wird sich mit hoher Geschwindigkeit ausbreiten und damit die Unterschiede zwischen Zentrum und Peripherie abbauen. Arbeitsplätze werden aus den verdichteten und teuren Städten in die ländlichen Räume verlagert. Die Attraktivität der Städte als interpersonelle Informationsbörsen schwindet während die relativen Preise vieler Güter zu Gunsten der ländlichen Räume wirken. Diese Verlagerung wird sich zwar nur langsam durchsetzen, da die langfristigen Abschreibungsperioden für Bauinvestitionen entgegenwirken. Dennoch wird sie stark genug sein, die Renditen von Investitionen in den Zentren zu verringen.
Telearbeit wird zur Erosion des Normalarbeitsverhältnisses (Vollzeitbeschäftigung mit umfangreichem Sozialschutz) beitragen. Werkvertragsarbeit und virtuelle Unternehmen sind mit dieser Arbeitsform fast zwangsläufig verknüpft.
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