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Die Medizintechnik gilt mit jährlichen Wachstumsraten von 5 bis 6 % - trotz Gesundheitsreform und konjunktureller Stagnation in Deutschland - als einer der wenigen Industriezweige mit günstigen Wachstums- und Beschäftigungspotentialen. Vor diesem Hintergrund hat das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München Economix beauftragt, im Rahmen einer Standortbestimmung die regionalen Entwicklungsmöglichkeiten der Medizintechnik zu beleuchten und die besonderen Standortfaktoren dieser Branche herauszuarbeiten.
Im Wirtschaftsraum München (Planungsregion 14) sind rund 200 Firmen in der Medizintechnik tätig mit einem breiten Produktspektrum an diagnostischen und therapeutischen Geräten, an Software für medizinische Anwendungen und einer Vielzahl hoch spezialisierter Produkte für Chirurgie, Orthopädie, Ophtalmologie und andere Fachbereiche der Medizin. Ingesamt beschäftigen diese Firmen 14.000 Mitarbeiter - ein Drittel der Erwerbstätigen der bayerischen Medizintechnik.
Die Branche schätzt ihre Wachstumsaussichten weiterhin positiv ein, bedingt durch hohe Innovationsraten und eine stetig expandierende Nachfrage. Auch mittelfristig dürfte das Wachstum daher bei jährlich 5 % oder darüber liegen. Man rechnet mit wachsenden Märkten, da die Heilung von Krankheiten hohe Präferenzen hat und der medizinische Fortschritt laufend verbesserte Behandlungsmethoden hervorbringt.
Der Wirtschaftsraum München bietet mit seinem Schwerpunkt in den medizinischen Diensten, der Biotechnologie und der medizinischen und technologischen Forschung ein ausgezeichnetes Umfeld für die Medizintechnik. Sie ist Teil des regionalen Cluster „Medizin“ und als solcher kann sie die gewünschten Synergie-Effekte auf Wachstum und Beschäftigung erzeugen.
| Landeshauptstadt München - Referat Arbeit und Wirtschaft (Hg.): Kurt Vogler-Ludwig, Simone Leitzke:
Wachstumsmarkt Medizintechnik - eine Standortbestimmung für den Wirtschaftsraum München. München 2004
(Download) |
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